Tulpentasche im Spätherbst

Eine Tulpe im Spätherbst? Jetzt ist keine Tulpenzeit. Es ist Zeit den Herbst für dieses Jahr zu verabschieden und sich dem Winter zu stellen. Was soll also das Tulpenthema?

Tulpia ist der Name einer Tasche von Lotte & Ludwig. Nachdem ich im Internet immer wieder auf tolle Varianten dieser Tasche gestoßen bin, war es nur eine Frage der Zeit, wann dieser Schnitt auch auf meinem Computer landet.

Zeuxl Tulpentasche im Spätherbst
Tulpentasche im Spätherbst

Der Geburtstag einer langjährigen Freundin war nun die richtige Gelegenheit mich an diese Tasche zu wagen. Ich entschied mich für die größte Größe, schließlich hat Frau so einiges mit sich herum zu tragen und etwas Platzreserve schadet auch nicht.

Schaut man von vorne (oder hinten) auf die Tasche ist schnell klar woher sie ihren Namen hat. Die besondere Grundform und die Möglichkeit mit den Streifen verschiedene Stoffe/Farben zu kombinieren machen sie zu einem echten Hingucker.

Zeuxl Tulpentasche im Spätherbst
die Tulpenform

Besagte Freundin bemängelte einmal, dass meine Taschen so wenig Farbenfroh seien. Nur die Zylindertasche, die sei, was den Stoff betrifft, nach ihrem Geschmack. Also hab ich mich an diese Aussage gehalten und den Stoff mit den Kringeln, zwei weitere dazu passende Stoffe und Paspeln besorgt.

Die Tulpia ist nicht sooo schwer zu nähen und trotzdem hat sie mich herausgefordert. Die drei Stoffstreifen bzw. Stoffbögen werden zunächst aneinander genäht und die Nähte jeweils abgesteppt. Alles klar dachte ich, denn dafür verwende ich immer – und wenn ich immer sage dann meine ich das auch so – den Schmalkantenfuß Nr. 10 D. Selbst meine vorherige Nähmaschine hatte so einen Schmalkantfuß und auch damals war er ständig in Verwendung. Also den Fuß gewechselt, dazu noch kontrastfarbenes Garn verwendet und schon hat es überhaupt nicht gut geklappt. Gerade an den Rundungen ist die Führung vom Fuß immer wieder verrutscht. Schon die kleinste Abweichung war (auch noch durch die Kontrastfarbe hervorgehoben) leider sehr gut zu sehen.

Frust hoch Zehn! Für diesen Abend war das Nähen erstmal beendet. Eine Nacht drüber schlafen hat es allerdings nicht schöner gemacht. So wollte ich die Tasche nicht verschenken. Also alles wieder aufgetrennt, unauffälligeres Garn gewählt und einen anderen Fuß gesucht. Inzwischen hängen glücklicherweise schon ein paar Füße im Aufbewahrungsschränkchen. Gut geklappt hat es dann mit dem ganz normalen Reißverschlussfuß. Das Ergebnis hat mich anschließend soweit überzeugt, dass sich die Auftrennerei meiner Meinung nach durchaus gelohnt hat.

Zeuxl Tulpentasche im Spätherbst
so ist es besser

Innen gibt es auf einer Seite ein zweigeteiltes Einsteckfach und auf der Anderen ein Reißverschlussfach. Der Schlüsselfinder darf natürlich auch nicht fehlen.

Zeuxl Tulpentasche im Spätherbst
Innenansicht

Verschlossen wird die Tulpia mit einem „tiefergelegten“ Reißverschluss. So kann nichts rausfallen und alles ist hoffentlich sicher verstaut.

Der Tragegurt ist in der Länge verstellbar und macht es möglich, dass die Tasche quer, über der Schulter oder unter der Achsel getragen werden kann. Gerade so, wie es gefällt oder gerade parktisch ist.

Ich wünsche der neuen Besitzerin viel Freude mit ihrer Tulpia und hoffe natürlich, dass sowohl Form als auch Farben gut ankommen.

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